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In den letzten vier Jahrzehnten hat sich das UNESCO-MAB-Programm und damit auch sein Weltnetz der Biosphärenparks (WNBR) kontinuierlich weiterentwickelt und sich entsprechend den geänderten globalen nachhaltigkeitspolitischen Grundsätzen angepasst. Mit der MAB-Strategie 2015-2025 und dem zugehörigen Aktionsplan von Lima 2016-2025 (Lima Action Plan, LAP) ist das Konzept der UNESCO-Biosphärenparks substantiell neu ausgerichtet worden. Der Lima-Aktionsplan soll die Biosphärenparks zu Vorreiter- und Modellregionen in der Umsetzung der 2015 verabschiedeten "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) machen.

 

Der LAP konkretisiert diese anspruchsvolle Zielsetzung, indem er den jeweils verantwortlichen Stellen in den UNESCO-Mitgliedsstaaten Ziele für die Jahre 2016-2025 und entsprechende Maßnahmen vorgibt. Der LAP ist ein verbindliches Dokument, zu dem sich die Mitgliedstaaten der UNESCO in einem Beschluss des UNESCO-Exekutivrats im Oktober 2016 explizit bekannt haben. Seine Umsetzung in den einzelnen Regionen wird u.a. im Rahmen der vorgeschriebenen regelmäßigen Evaluierung („Periodic Review“) der Biosphärenparks überprüft werden. Der LAP hat das große Potenzial, zu einer weiteren signifikanten Qualitätssteiderung im WNBR zu führen. Die Umsetzung ist allerdings anspruchsvoll und wird nur gelingen, wenn die Biosphärenparks und alle Akteure aus Politik und Geelschaft bereit sind, in enger Kooperation möglichst viele Maßnahmen aus dem LAP umzusetzen und positive wie negative Erfahrungen im WNBR auszutauschen.

 

Der Katalog ordnet Zuständigkeiten und Aufgaben den jeweiligen Akteuren des MAB-Programms auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene zu und ist dementsprechend umfangreich und komplex. Das Österreichische MAB-Nationalkomitee hat daher eine Zusammenschau der für Österreich im Zusammenhang mit der Umsetzung des Lima-Aktionsplans relevanten Aufgaben erstellt. Als eine wichtige Grundlage dieses Textes diente das Positionspapier einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des deutschen MAB-Nationalkomitees und der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Biosphärenparks, welches im September 2017 vom deutschen MAB-Nationalkomitee verabschiedet wurde. Die Textgrundlage wurde an die österreichischen Rahmenbedingungen angepasst. Wir danken an dieser Stelle unseren deutschen Kolleginnen und Kollegen für die Genehmigung zu Verwendung des Textes für die österreichische Version.

Dieser Leitfaden gibt einen Überblick über die im Rahmen der Umsetzung der Agenda 2030 und des aktuellen Lima-Aktionsplans notwendigen Aufgaben für die Biosphärenparks und die dafür verantwortlichen Stakeholder in Österreich und soll so eine Hilfestellung bei der Umsetzung des LAP in den österreichischen Biosphärenparks bieten.

 

pdf downloadDownload "Leitfaden des Österreichischen Nationalkomitees für das UNESCO-Programm „Man and the Biosphere (MAB)“ zur Umsetzung des Lima-Aktionsplans 2016-2025 in österreichischen Biosphärenparks"

 

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Heinz Mayer (Nockberge-Management; 4. v. l.) am Podium der Auftaktveranstaltung

 

 

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Das aktuelle EuroMAB Steering Committee (v.l.n.r.): Scymon Ziobrowski (Polen), Anatolie Risina (Moldawien), Leslie Moore, Shane Casey (beide Irland), Günter Köck (Österreich), Catherine Cibien (Fankreich)

 

 

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Die Organisatoren von EuroMAB 2019 und 2021 (v.l.n.r.): Günter Köck, Arne Arnberger (MAB Nationalkomitee), Heinz Mayer (Nockberge-Management), Meriem Bouamrane (MAB Sekretariat Paris), Leslie Moore, Shane Casey (beide Dublin Bay Biosphere Reserve)

Im April hat im irischen Biosphärenpark „Dublin Bay“ die diesjährige EuroMAB-Konferenz stattgefunden. Unter dem Motto „Local actions for global challenges” diskutierten etwa 230 Delegierte aus 30 Staaten, wie die Kommunikation zwischen den Biosphärenparks bzw. zwischen den Biosphärenparks und Stakeholdern und verschiedenen Institutionen verbessert und Netzwerke verstärkt werden können. Eine weitere zentrale Frage war, wie es gelingen kann, mit lokalen Maßnahmen auf globale Probleme aufmerksam zu machen und zu ihrer Lösung beizutragen. Selbstverständlich wurde in den zwei Plenarveranstaltungen und 19 Workshops großes Augenmerk auf die Einbeziehung der UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung 2030 (SDGs - Sustainable Development Goals) in die Arbeit der Biosphärenparks gelegt. Workshop-Themen waren unter anderem Verantwortungsvoller Tourismus, Klimawandel-Monitoring in Biosphärenparks, Stellung und Rolle von Biosphärenparks in der EU-Politik, Kooperation mit lokalen Unternehmen, Zusammenarbeit mit Universitäten, Ökosystemleistungen, die Rolle von Biosphärenparks im Ökotourismus sowie die Einbindung junger Menschen. Im Rahmen mehrerer Exkursionen, u.a. eine Tour durch den Hafen von Dublin und Wanderungen im Biosphärenparkgebiet, wurde den Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmern der Biosphärenpark „Dublin Bay Biosphere Reserve“, der ja auch nennenswerte Teile der irischen Hauptstadt beinhaltet, nähergebracht.

Aus Österreich haben mit Arne Arnberger, Günter Köck (beide MAB Nationalkomitee) und Heinz Mayer (Management des Kärntner Teils des Biosphärenparks „Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge" drei Delegierte an der Konferenz teilgenommen. Die österreichischen Teilnehmer waren in der Konferenz von Beginn an sehr präsent:

Heinz Mayer war eingeladen, bei der Auftaktveranstaltung im Rahmen einer Podiumsdiskussion über seine Erfahrungen mit der MAB-Aktion „Proud to Share“ zu berichten und so das Know-how des Nockberge-Managements international zu teilen. Nach dem ersten filmischen Beitrag der Nockberge-Region zur Initiative „Proud to Share“, der auf mehreren hochkarätigen internationalen Veranstaltungen gezeigt wurde, ist auch der zweite, im Rahmen der Podiumsdiskussion präsentierte Film vom Publikum begeistert aufgenommen worden. Das Nockberge-Management ist damit ein echtes Vorbild für internationale Kooperation!

Nationalkomitee-Vorsitzender Arne Arnberger hat gemeinsam mit seinem irischen Kollegen Kevin Halpenny den erfolgreichen Workshop zum Thema „Biosphere reserve landscapes as resources for human health and well-being: Developing and promoting these ecosystem services within Biospheres“ organisiert und geleitet.

Günter Köck wurde nach 2013 zum zweiten Mal in das fünfköpfige EuroMAB Steering Committee berufen und wird gemeinsam mit Delegierten aus Irland, Frankreich, Polen und Moldawien zur strategischen Planung der nächsten beiden EuroMAB-Konferenzen 2021 und 2023 beitragen.

Im Rahmen der Konferenz wurde auch ein gemeinsames Meeting der MAB-Nationalkomitees aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Sondierung engerer Zusammenarbeit diskutiert. Das Meeting wird im Herbst 2020 in Österreich stattfinden.

Am traditionsreichen „Ethnic Evening“, an dem die Biosphärenparks der EuroMAB-Gruppe ihre Produkte präsentierten, konnten die österreichischen Delegierten mit einer breiten Palette vom Spezialitäten aus den Nockbergen (Speck, Wildwürste, Käse, Bauernbrot, Honig, Zirbenschnaps) beeindrucken.

Das für Österreich aber wohl erfreulichste Konferenz-Ergebnis war die Entscheidung, dass die nächste EuroMAB-Konferenz 2021 in den Kärntner Nockbergen stattfinden wird. Die „Staffelübergabe“ erfolgte während der Schlussveranstaltung der Konferenz, wobei die irischen Veranstalter eine Druckgrafik eines bekannten Dubliner Künstlers mit einem Wahrzeichen des „Dublin Bay Biosphere Reserve“ als Motiv an die österreichischen Vertreter übergaben. Die Tatsache, dass Österreich nach 2005 zum zweiten Mal den Zuschlag erhalten und damit das erste Land ist, das zwei EuroMAB-Meetings veranstalten darf, zeigt das hohe Renommee des österreichischen MAB-Nationalkomitees im internationalen MAB-Programm.

 

Das EuroMAB-Netzwerk umfasst alle Staaten in Europa und Nordamerika, die am UNESCO Programm „Man and the Biosphere (MAB) und seinem Weltnetzwerk der Biosphärenparks teilnehmen. EuroMAB ist das größte und älteste der neun regionalen bzw. inter-regionalen MAB-Netzwerke und stellt mit aktuell 302 Biosphärenparks in 36 Ländern (inclusive USA und Kanada) nahezu die Hälfte der Biosphärenparks im Weltnetzwerk. EuroMAB ist eine Plattform, um Wissen und Erfahrungen mit nachhaltiger Entwicklung zwischen BP ManagerInnen, WissenschaftlerInnen, den MAB Nationalkomitees, den VertreterInnenn der UNESCO sowie Partnerorganisationen zu teilen. Seit dem ersten Meeting im Jahr 1986 in České Budêjovice (Tschechien) treffen sich die Vertreter/innen der Biosphärenparks und der MAB Nationalkomitees der EuroMAB-Gruppe praktisch alle zwei Jahre. EuroMAB Konferenzen haben bisher in Minsk (Weißrussland, 1997), Cambridge (Großbritannien, 2000), Rom (Italien, 2002), Hernstein (Österreich, 2005), Antalya (Türkei, 2007), Stará Lesná (Slowakei, 2009), Lundsbrunn (Schweden, 2011), Brockeville (Kanada, 2013), and Haapsalu (Estland, 2015) und Sarlat-la-Canéda (Frankreich, 2017) stattgefunden.

 


 

 

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© Biophere Reserve Dolni Morava

Der tschechische Biosphärenpark „Dolni Morava“ feierte am 15. November 2018 im Rahmen einer zahlreich besuchten Festveranstaltung in Lednice 15 Jahre Anerkennung durch die UNESCO. Eine Grußadresse des österreichischen Nationalkomitees zum Jubiläum wurde im Rahmen der Veranstaltung verlesen.

 

Zwischen dem Biosphärenpark „Dolni Morava“, dem österreichischen MAB-Nationalkomitee und den heimischen Biosphärenparks besteht eine langjährige Tradition der Zusammenarbeit. So etwa hat das Nationalkomitee im Jahr 2009 ein gemeinsam mit dem Biosphärenpark Wienerwald durchgeführtes Projekt zur Modernisierung der Zonierung des Biosphärenparks Dolni Morava finanziert. Darüberhinaus war das Biosphärenparkmanagement auch Partner in einem ebenfalls vom Nationalkomitee im Jahr 2011 anläßlich des 40 Jahre-Jubiläums des internationalen MAB-Programms finanzierten School Twinning-Projekts von Christian Diry (BP Wienerwald).

 

Das „Dolni Morava"-Management ist vor allem durch die Aktivitäten seines Co-Direktors Petr Čupa, der auch Mitglied im International Advisory Board for Biosphere Reserves des MAB-Programms ist, sehr aktiv in das welttweite Netzwerk der Biosphärenparks eingebunden und hat bezüglich internationaler Kooperation sicherlich eine Vorbildfunktion für viele andere Biosphärenparks der EuroMAB-Regionalgruppe.

 

Informationen zu Dolni Morava (= Untere March):


Die direkt an der Grenze zu Österreich liegende Region ist der einzige nicht staatlich verwaltete Biosphärenpark Tschechiens.

Die Besucher erwartet eine abwechslungsreiche Landschaft mit Kalkstein-Klippen, Karstgebieten und verschiedenen Trockenlandschaften genauso wie Tiefland- Auen oder Feuchtwiesen. Zahlreiche verschiedene Vogelarten sind in diesem Gebiet zu finden, das eines der wichtigsten Brutgebiete und Rastplatz für viele Zugvögel ist.

Der Biosphärenpark beinhaltet zahlreiche nationale und internationale Schutzgebiete: 14 Naturschutzgebiete, 10 Naturdenkmale, 2 Ramsargebiete, 20 Natura 2000 Gebiete und das UNESCO Weltkulturerbe Lednice-Valtice.

Einzigartig ist das UNESCO Weltkulturerbe Lednice-Valtice, das ebenfalls vom Biosphärenparkmanagement verwaltet wird. Mit 200 km2 ist es die größte von Menschen geplante Landschaft in Europa. Unter anderem baute Johann Bernhard Fischer von Erlach für die Herzöge von Liechtenstein klassizistische und neugotische Schlösser. Kernpunkt des Landschaftsensembles bildet das mit neugotischer Pracht ausgestattete Schloss Lednice mit dem 192 Hektar großen Landschaftspark. An genau berechnete Punkte in der Landschaft setzte später Fürst Johann I. klassizistische Bauwerke, die mit ihren harmonischen Formen das Bild der Natur veredeln sollten. Mitten im Wald und auf Wiesen, auf Anhöhen und am Wasser errichtete er Tempel und Schlösschen, Villen und Kolonnaden. Das Wechselspiel zwischen Baukunst, Gartenkultur und freier Natur ist einmaliges Zeugnis herrschaftlicher Landschaftsgestaltung und wirklich sehenswert.

Wichtige Wirtschaftsfaktoren sind Ackerbau, Weinbau, Forstwirtschaft, Fischzucht, und Kleinindustrie. Seit der Ernennung zum Biosphärenreservat spielt auch Tourismus eine immer größere Rolle.

Fakten:

UNESCO Anerkennung: 8. Juli 2003

Fläche: 35.400 ha

Bevölkerung: mehr als 20.000 Menschen

Zonen: Kernzonen 6.604 ha, Pflegezonen 9.000 ha, Entwicklungszone 19.796 ha

Information:

Petr Čupa
Deputy Director, Biosphere Reserve Lower Morava
Narodnich hrdinu 23
69002 Břeclav
Czech Republic

(420) 775685867

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

http://www.dolnimorava.org

 

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 © G. Köck

Das österreichische MAB-Nationalkomitee hat am 15. November 2018 eine neue Ausschreibung für MAB-Forschungsprojekte gestartet. Die Forschungsvorhaben sollen dabei in wissenschaftlich innovativer und integrativer Weise sowohl neue Strategien für nachhaltige Entwicklungen in Biosphärenparks ermöglichen, als auch neue Erkenntnisse zum praktischen Management von Biosphärenparks beitragen.

Die MAB-Nationalkomitees Österreichs und der Schweiz haben vor zwei Jahren eine engere Zusammenarbeit auf dem MAB-Sektor beschlossen. Nach der Ausschreibung 2016 beteiligt sich das MAB-Nationalkomitee der Schweiz auch diesmal an der Ausschreibung des österreichischen MAB-Nationalkomitees und unterstützt Kooperationsprojekte zwischen österreichischen und schweizerischen Biosphärenparks finanziell.

Die Antröge in englischer Sprache können noch bis zum 2. Februar 2019 übermittelt werden, anschließend entscheidet ein internationales Begutachtungsverfahren über die Projektvergabe.

Link zur Ausschreibung:https://www.oeaw.ac.at/ess/

 

 

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© WWF A. Vorauer

Das MAB-Nationalkomitee hat Ende September 2018 den Antrag zur Aufnahme der steirischen Region „Unteres Murtal“ in das weltweite UNESCO-Biosphärenparknetzwerk bei der UNESCO in Paris eingereicht. Damit wurde nicht nur ein Meilenstein für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Murregion, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung des zukünftigen fünf Länder umfassenden Biosphärenparks „Mur-Drau Donau“ gesetzt. Die Region „Unteres Murtal“ bildet das zweitgrößte Flussauwaldgebiet Österreichs und würde damit die drei anderen Berggebiet-dominierten heimischen Biosphärenparks „Großes Walsertal“, „Wienerwald“ und „Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge“ bestens ergänzen.

Der österreichische Antrag wird nun vom „International Advisory Committee for Biosphere Reserves“ der UNESCO überprüft, das eine Entscheidungsempfehlung an den aus 34 Ländern bestehenden „MAB International Coordinating Council“, dem Entscheidungsgremium des MAB-Programms, abgibt. Die endgültige Entscheidung wird in der 31. Sitzung des MAB-ICC im Juni 2019 in Paris fallen.

Das über 13.000 Hektar umfassende Gebiet teilen sich die vier steirischen Gemeinden Bad Radkersburg, Halbenrain, Mureck und Murfeld. Die Region erhofft sich von einer Biosphärenpark-Auszeichnung neben dem ökologischen Nutzen und dem internationalen Schutz einer der wertvollsten zusammenhängenden Flusslandschaft Mitteleuropas auch wichtige Impulse für die Regionalwirtschaft.

Der vorgeschlagene nationale Biosphärenpark „Unteres Murtal“ ist die fast identische Spiegelung des direkt angrenzenden Biosphärenparks in Slowenien, da die Mur auf einer Länge von fast 40 km die gemeinsame Grenze bildet. Österreich und Slowenien arbeiten in dieser Region im Zuge grenzüberschreitender Projekte und Initiativen in den Bereichen Flussplanung und -forschung, Bildung, Kultur, Ökotourismus und nachhaltige Wirtschaft schon sehr lange und intensiv zusammen.

Mit der Einbringung der steirischen Murauen zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg hat die Steiermark zugleich den Grundstein für den Aufbau einer einzigartigen internationalen Initiative, den weltweit ersten fünf Staaten umspannenden Biosphärenpark Mur-Drau-Donau, gelegt. Während Flussgebiete in Ungarn und Kroatien (2012), Serbien (2017) und Slowenien (2018) bereits die Auszeichnung als UNESCO-Biosphärenpark erhalten haben, ist die österreichische Region "Unteres Murtal" nun das letzte Puzzleteil zur Realisierung des 5-Länder-Biosphärenparks. Die Initiative zur Errichtung des ersten globalen Fünf-Länder-Biosphärenparks in Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Serbien begann bereits im Jahr 2011, als die Umweltminister aller fünf Länder ein grenzüberschreitendes Abkommen zum Schutz des 700 Kilometer langen Flusskorridors und seiner etwa eine Million Hektar umfassenden Überschwemmungsgebiete unterzeichneten. In einer Region in der die Folgen der Balkankrise immer noch spürbar sind, ist dieser pentalaterale Biosphärenpark auch als Friedensprojekt zu werten.