Im Jahr 1973, also bereits zwei Jahre nach der Gründung des MAB-Programms, wurde an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) auf der Basis eines Vertrages mit dem Ministerium für Wissenschaft und Forschung das Österreichische MAB-Nationalkomitee eingerichtet, um die MAB-Forschung zu steuern und zu koordinieren. Österreich zählt damit zu den ersten Nationen, die sich am MAB-Programm beteiligten. Schon damals wurde das Nationalkomitee, das sich aus renommierten Wissenschaftler(inne)n sowie Vertreter(inne)n von Ministerien, Bundesländerorganisationen, der Österreichischen UNESCO Kommission und NGOs zusammensetzt, weitblickend mit einem eigenen Forschungsbudget ausgestattet. Damit kann es wissenschaftliche Defizite nicht nur identifizieren, sondern mit geeigneten Forschungsprojekten diese Wissenslücken auch füllen. Insgesamt hat das MAB-Nationalkomitee, das mit seinem eigenen Forschungsbudget weltweit eine Sonderstellung einnimmt, in den vier Jahrzehnten seines Bestehens eine Vielzahl von Forschungsprojekten finanziert. Das Nationalkomitee beobachtet die österreichische Forschungslandschaft, analysiert den Forschungsbedarf, formuliert neue Forschungsstrategien und stimuliert und finanziert Forschungsprojekte. Das Nationalkomitee berät und unterstützt die Verantwortlichen der Biosphärenparks in wissenschaftlichen und technischen Fragen und stellt das Bindeglied zum MAB-Sekretariat in Paris dar. Darüberhinaus ist es für die Einreichung eines Gebietes als Biosphärenpark bei der UNESCO sowie für die Einhaltung der UNESCO-Vorgaben verantwortlich.

 

Mitglieder des Österreichischen MAB Nationalkomitees

Funktion

Name

Institution

Vorsitzender

Assoc. Prof. DI Dr. Arne Arnberger

Universität für Bodenkultur

Vizevorsitzende

Ao.Univ. Prof. DI Dr. Marianne Penker

Universität für Bodenkultur

Geschäftsführer, Delegierter zum MAB International Coordinating Council

Mag. Dr. Günter Köck

Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien

Ehrenmitglied

em. Univ. Prof. Dr. Georg Grabherr

Universität Wien

Mitglieder

 

Univ. Prof. Dr. Marina Fischer-Kowalski

Universität für Bodenkultur

Univ. Prof. Dr. Norbert Weixlbaumer

Universität Wien

Univ. Prof. Dr. Sigrid Stagl

Wirtschaftsuniversität Wien

Dr. Elisabeth Haring

Naturhistorisches Museum Wien

Dr. Harald Pauli

Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung (Innsbruck) und Universität für Bodenkultur

Mag. Gabriele Eschig Österreichische UNESCO Kommission

Dr. Volker Mauerhofer

Meiji University (Tokyo, Japan)

Mag. Ernst-Peter Brezovsky

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres

Dr. Karolina Begusch-Pfefferkorn

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Dr. Karl Kienzl

Umweltbundesamt

DI Maximilian Albrecht

Österreichische Bundesländer

DI Arno Mohl

WWF