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Das UNESCO-Programm “Der Mensch und die Biosphäre (Man and the Biosphere, MAB)” feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Mit den Regionen Wienerwald, Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge, Großes Walsertal und Unteres Murtal sind vier österreichische Biosphärenparks gemeinsam mit dem österreichischen MAB-Nationalkomitee als wichtige Partner mit im Boot.

Das im Jahr 1971 gegründete zwischenstaatliche Forschungsprogramm widmet sich der Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt. Ziel der Forschungsaktivitäten im Rahmen des MAB-Programms ist die Schaffung eines Gleichgewichts zwischen dem Schutz der Artenvielfalt, der Förderung einer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und der Bewahrung der kulturellen Werte.

Der Vorläufer war das im Jahr 1964 gegründete „International Biological Programm (IBP)“ der UNESCO, in dem sich die ökologisch orientierte Biologie erstmals international organisiert hat. Im Rahmen einer weltweit koordinierten Forschungsinitiative wurden Schlüsselökosysteme, von der Tundra bis zum tropischen Regenwald, mit dem Ziel untersucht, Prozesse, die das Funktionieren natürlicher Ökosysteme beeinflussen, besser zu vergleichen und verstehen zu können. Das IBP-Programm legte damit den Grundstein für das heutige Ökosystemkonzept. Ein Problem des IBP-Programms war jedoch, dass damals im Bemühen um ein Gesamtbild der Biosphäre vor allem die stofflich-funktionalen Komponenten der Ökosysteme wie etwa Biomasse-Produktion, Energieflüsse und Stoffkreisläufe untersucht wurden, der Einfluss des Menschen aber unberücksichtigt blieb. Mit der Gründung des MAB-Programms wurde dann der Mensch mit seinen Bedürfnissen und sein Einfluss auf die Umwelt stärker in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses gerückt.

Eine Schlüsselrolle im MAB-Programm spielen die UNESCO-Biosphärenparks ("biosphere reserves"). Biosphärenparks sind nach einheitlichen, international festgelegten Kriterien anerkannte Ökosysteme, in denen Modelle für eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen zum Wohle von Mensch und Umwelt entwickelt, erprobt und umgesetzt werden. Dieses moderne Schutz- und Entwicklungskonzept ist damit ideal geeignet, Naturschutz, Erhaltung der biologischen Diversität und Regionalentwicklung in Einklang zu bringen. Biosphärenparks sind damit Vorreiter- und Modellregionen in der Umsetzung der im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ mit dem Kerninhalt der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs - Sustainable Development Goals).

Weltweit bilden derzeit 714 Modellregionen in 129 Staaten (darunter 21 grenzüberschreitende Regionen) ein globales Netzwerk von Biosphärenparks, dem auch vier österreichische Modellregionen (Großes Walsertal, Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge, Wienerwald, Unteres Murtal) angehören. Aktuell sind 5 % der Erdoberfläche Teil eines UNESCO-Biosphärenparks.

50 Jahre MAB-Programm

Das MAB-Programm hat mit seinem Weltbiosphärenparknetzwerk in den fünf Jahrzehnten seines Bestehens weltweit Maßstäbe bei der Zusammenführung von Naturschutz, Forschung, Bildung, nachhaltigem Wirtschaften und soziokulturellem Nutzen für die Gemeinschaft gesetzt und ist damit ein Schlüsselakteur im Rahmen der globalen Nachhaltigkeitspolitik.

Der Erfolg des MAB-Programms ist in seiner beständigen Weiterentwicklung während der letzten 50 Jahre begründet. Waren die ersten Biosphärenparks noch ausschließlich dem Naturschutz und der Forschung gewidmet und ohne Bezug zur Bevölkerung, hat sich ab 1995 mit der Sevilla-Strategie das Programm mit der Integration der vor Ort lebenden und wirtschaftenden Menschen und der Schaffung von verpflichtenden Rahmenbedingungen für ein weltweites Netzwerk der Biosphärenparks in ein modernes Instrument für eine nachhaltige Entwicklung gewandelt. Mit den Aktionsplänen von Madrid (2008) und Lima (2016) und einem 2013 gestarteten Qualitätssicherungsprozess wurde das Programm gemäß den sich ändernden globalen ökologisch-ökonomischen wie auch politischen Herausforderungen weiterentwickelt. In Zeiten, in denen Klimakonferenzen von Minimalkompromiss zu Minimalkompromiss schlittern, ist das MAB-Programm, das den nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt nicht nur propagiert, sondern auch erforscht und Lösungen präsentiert, wichtiger denn je.

Die engagierte Arbeit des Österreichischen MAB-Nationalkomitees

In Österreich liegt die Koordination des MAB-Programms, das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBFW) finanziert wird, beim an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) angesiedelten Nationalkomitee. Das im Jahr 1973 gegründete Österreichische Nationalkomitee hat in den fast fünf Jahrzehnten seines Bestehens nicht nur herausragende Forschungsleistungen erbracht bzw. initiiert, sondern hat sich mit seiner Expertise auch intensiv an der Koordinierung und Weiterentwicklung des internationalen MAB-Programms beteiligt und damit hohes internationales Ansehen erworben. Schon bei seiner Gründung wurde das Nationalkomitee vom Wissenschaftsministerium weitblickend mit einem eigenen Forschungsbudget ausgestattet. Damit kann das Komitee wissenschaftliche Defizite nicht nur identifizieren, sondern mit geeigneten Forschungsprojekten diese Wissenslücken auch füllen. Die Projekte weisen ein weites Themenspektrum auf und reichen vom Klimawandel über Monitoring und Zukunftskonzepte bis zur Landschaftsökologie und sozialwissenschaftlichen Themen. Wichtige Meilensteine für das österreichische MAB-Programm waren sicherlich auch der im 2006 veröffentlichte und im Jahr 2015 überarbeitete nationale Kriterienkatalog für Biosphärenparks in Österreich so wie das 2017 erstellte Positionspapier zur Nutzung von Erneuerbaren Energien in österreichischen Biosphärenparks (Link).

Die engagierte Arbeit des Nationalkomitees und der heimischen Biosphärenparks in der internationalen MAB-Familie wird auch international honoriert, so wurde Österreich in den letzten 10 Jahren mehrfach in das Entscheidungsgremium des MAB-Programms, den MAB-International Coordinating Council (MAB-ICC) gewählt und übernahm in Person des Koordinators der ÖAW-Forschungsprogramme Günter Köck auch viermal den Vizevorsitz des internationalen MAB-Programms.

„Das österreichische MAB-Nationalkomitee, das mit seinem eigenen Forschungsbudget weltweit eine Sonderstellung einnimmt, leistet bei der Koordinierung und Weiterentwicklung des UNESCO-MAB-Programms eine international vielbeachtete Arbeit.“ betont der Vorsitzende des MAB-Nationalkomitees, Arne Arnberger (Universität für Bodenkultur Wien).

Zum 50-Jahre Jubiläum des MAB-Programms trägt das Nationalkomitee u.a. mit der Organisation und Finanzierung eines umfangreichen Sonderbandes mit zahlreichen Beiträgen zum Thema „UNESCO Biosphärenparks in Berggebieten“ in der internationalen Fachzeitschrift eco.mont bei. Die Publikation wird im Oktober päsentiert!

„Die Verschränkungen von Mensch und Umwelt stehen seit nun 50 Jahren im Zentrum dieses erfolgreichen UNESCO-Programmes. In einer Zeit, in der der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen durch den Menschen immer mehr in den Fokus rückt, gewinnt auch das MAB-Programm mit seinen weltweit mehr als 700 Modellregionen immer mehr an Relevanz. Dass Österreich mit vier Regionen in diesem globalen Netzwerk vertreten ist, ist nicht nur erfreulich, sondern stellt einen ganz konkreten Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda 2030 für eine bessere Zukunft für uns alle dar.“, so Patrizia Jankovic, Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission.

Die österreichischen UNESCO-Biosphärenparks

In Österreich sind vier Biosphärenparks von der UNESCO anerkannt. Mit der Region „Großes Walsertal“ wurde im Jahr 2000 der erste nach Sevilla-Strategie arbeitende Biosphärenpark eingerichtet. Im Jahr 2005 folgte der Wienerwald, im Jahr 2012 dann „Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge“ und schließlich 2019 der Biosphärenpark „Unteres Murtal“. Letzterer wird auch Teil des weltweit ersten fünf Länder (Slowenien, Kroatien, Ungarn, Serbien, Österreich) verbindenden Biosphärenparks im Mur-Drau-Donau-Korridor, mit dessen offizieller Anerkennung durch die UNESCO Mitte September 2021 zu rechnen ist.

„Der Wert der Zugehörigkeit zu einem internationalen Netzwerk kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Durch intensiven Informationsaustausch kann man nicht nur von anderen Biosphärenparks lernen, sondern trägt durch die Weitergabe der eigenen Expertise zu Weiterentwicklung des MAB-Programms bei“ so der Vize-Vorsitzende und Rapporteur des MAB-ICC, Günter Köck.

„Als einwohnerstärkster Biosphärenpark in Österreich stehen im Wienerwald vor allem die Wohlfahrtswirkung und die Ökosystemleistung des Wienerwaldes im Mittelpunkt. Die Grüne Lunge für die Stadt Wien und für die ganze Region funktioniert nur, wenn sie auch nachhaltig gesichert wird. Die Anerkennung als Biosphärenpark durch die UNESCO gibt uns das ideale Instrument in die Hand, diese Entwicklung bundesländerübergreifend zu steuern und zu koordinieren“ erläutert Andreas Weiß, Direktor des Biosphärenpark Wienerwald.

„Seit dem Jahr 2000 wird im Biosphärenpark Großes Walsertal die Leitidee des MAB-Programmes für ein Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur mit einem hohen Grad an Partizipation konsequent umgesetzt. Gemeinsam mit der Bevölkerung wird die Biosphärenparkentwicklung als bewusster, langfristiger Weg für eine nachhaltige Entwicklung betrachtet und der Lebensraum als wertvolle Ressource mit viel Eigenverantwortung entsprechend gestaltet und erhalten.“ erklärt Christine Klenovec, Geschäftsführung Biosphärenpark Großes Walsertal.

Die beiden Geschäftsführer Dietmar Rossmann (Nockberge) und Markus Schaflechner (Lungau) zeigen sich sehr erfreut, dass es im größten Biosphärenpark Österreichs, der Region „Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge“, gelungen ist, die Erhaltung der biologischen Vielfalt, der regionalen kulturellen Werte und die nachhaltige Entwicklung der Region gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung in beispielhafter Weise unter einen Hut zu bringen.

„In der gemeinsamen Planung und Entwicklung des Biosphärenparks Unteres Murtal liegen besondere Chancen auch für die Regionalentwicklung in der Region Südoststeiermark.Steirisches Vulkanland. Im Sinne der Nachhaltigkeit und der besonderen Bedeutung des Klimaschutzes werden die Gedanken für Arten-, Boden- und Wasserschutz, die Bewahrung von Flora und Fauna in den Mittelpunkt gerückt. Damit leistet der Biosphärenpark Unteres Murtal mit seinem besonderen Lebensraum Mur einen wichtigen Beitrag zur Klimawandelanpassung und nachhaltigen Entwicklung der Region.“ erklärt der Regionsvorsitzende und Vorsitzende des Steuerungsgremiums Biosphärenpark Unteres Murtal, LAbg. ÖR Vz.-Bgm. Franz Fartek.

 

Link zum Artikel der Austria Presse Agentur (APA): https://science.apa.at/power-search/13537955089631159883 

Links zu weitere Informationen:

https://en.unesco.org/mab

https://en.unesco.org/mab/50years

https://en.unesco.org/biosphere/wnbr

https://www.bpww.at/

https://www.grosseswalsertal.at/

https://www.biosphaerenparknockberge.at/

https://www.biosphaerenpark.eu/

https://www.unesco.at/ 

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Anfang August 2021 hat eine aus 11 Student*innen und dem Studienleiter bestehende internationale Gruppe aus dem Master-Programm für Biosphärenpark-Manager*innen der renommierten Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (Deutschland) im Rahmen einer Studienreise in den nahe der österreichischen Grenze liegenden tschechischen Biosphärenpark Dolni Morava auch den Biosphärenpark Wienerwald (BPWW) besucht. Die aus Deutschland, Lettland, Russland, Ossetien, Ghana und Chile stammenden Student*innen konnten im Rahmen der von BPWW-Mitarbeiter Christian Diry sachkundig geleiteten Führungen am Biohof Poyer (Ried am Riederberg) und in der Kernzone Troppberg viele Biosphärenpark-Themen wie etwa Direktvermarktung oder Naturschutz anhand von „best practice“ Beispielen kennenlernen. Nach einem Mittagsbuffet mit regionalen Spezialitäten vom Biobauernhof Annahof (Laab im Walde) wurden die vielfältigen Aktivitäten des BPWW-Managements im Rahmen von Vorträgen im BPWW-Büro in Tullnerbach vorgestellt. Nach einem Besuch im Naturpark Purkersdorf wurde der Tag, mit einem Picknick am Cobenzl mit Produkten vom Bio-Weinbaubetrieb Obermann (Grinzing) und einem grandiosen Blick auf die Millionenstadt Wien beschlossen. Die Gruppe hat sich ob der Vielzahl und Qualität der Biosphärenpark-Projekte im Wienerwald begeistert gezeigt. Eine zukünftig engere Zusammenarbeit zwischen dem BPWW und der Hochschule Eberswalde wird ins Auge gefasst.

 

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde:

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) in Brandenburg (Deutschland) wurde 1830 als Höhere Forstlehranstalt gegründet und ist damit seit über 190 Jahren der nachhaltigen Forschung und Lehre verpflichtet. An der HNEE werden Fach- und Führungskräfte, der wissenschaftliche Nachwuchs und die Multiplikator*innen in den Schlüsselbereichen Naturschutz, Forstwirtschaft, Ökolandbau, Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Wirtschaft, Holzbau und nachhaltiges Tourismusmanagement ausgebildet. Der Hochschulstandort Eberswalde ist eingebettet in ein erfolgreiches Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik in der Region. Damit wird das Prinzip globaler Verantwortung im lokalen Umfeld umgesetzt. Das Forschungsprofil der HNEE zeichnet sich durch drei Forschungsschwerpunkte aus:

1) Nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums
2) Nachhaltige Produktion und Nutzung von Naturstoffen
3) Nachhaltiges Management begrenzter Ressourcen

Die 20 innovativen und mitunter einzigartigen Studiengänge besitzen ein sehr eigenständiges, dem nachhaltigen Wirtschaften verpflichtendes Profil und sind zum Teil deutschlandweit einzigartig.

 

http://www.dolnimorava.org

https://www.hnee.de/

https://www.poyerhof.at/ (BPWW-Partnerbetrieb)

https://www.annahof-laab.at/ (BPWW-Partnerbetrieb)

https://weinbauobermann.at/

 

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Bild 1: Die Gäste aus Eberswalde am Cobenzl (©: U. Gräbner)

Bild 2: Führung im Naturpark Purkersdorf (©: P. O. Bonsu)

 

Im Jahr 2019 wurde der Biosphärenpark „Unteres Murtal“ von der UNESCO in ihr Weltnetzwerk der Biosphärenparks aufgenommen. Nach den Vorschriften der UNESCO und den Kriterien des Österreichischen MAB-Nationalkomitees muss der Biosphärenpark innerhalb von zwei Jahren nach der Anerkennung in der Gesetzgebung verankert sein. Darüber hinaus ist innerhalb von drei Jahren mit Beteiligung der Bevölkerung ein Leitbild zu erstellen, das die Ziele zum Schutz und zur zukünftigen Entwicklung des Biosphärenparks und seiner Ökosysteme festlegt. Innerhalb von fünf Jahren ist auch ein Managementplan für das gesamte Biosphärenparkgebiet zu entwickeln. Dieser komplexe Prozess hat in der Südoststeiermark nun mit großem Engagement begonnen.

 

Am 16. Juni 2021 hat in Halbenrain der erste von insgesamt drei Workshops zur Erstellung eines Leitbildes und des Managementplans für den Biosphärenpark „Unteres Murtal“ stattgefunden. Insgesamt wurden für den Managementplan drei Handlungsfelder definiert:

 

Handlungsfeld I: Ökologie - Wasser, Wald und Wiese

- Ziel 1.1 Erhaltung und Wiederherstellung von Ökosystemen, Lebensräumen und Arten

- Ziel 1.2 Erhalt und Wiederherstellung natürlicher Wasserregime und Prozesse

- Ziel 1.3 Unterstützung der Schutzgebietsentwicklung

Handlungsfeld II: Lebensraum - Gesundheit, Freizeit und Tourismus

- Ziel 2.1 Stärkung der regionalen Identität und Schutz des kulturellen Erbes

- Ziel 2.2 Stärkung der nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei

- Ziel 2.3 Unterstützung der Raumentwicklung und des nachhaltigen Gesundheitstourismus

Handlungsfeld III: Kommunikation - Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Bewusstseinsbildung, Wissenschaft und Forschung

- Ziel 3.1 Förderung von Umweltinterpretation, Bewusstseinsbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

- Ziel 3.2 Durchführung von wissenschaftlicher Forschung und Monitoring

- Ziel 3.3 Informationsaustausch, Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligung sichern

Handlungsfeld IV: Organisation - Planung, Management und Evaluierung

- Ziel 4.1 Aufbau einer stabiler Managementstrukturen und langfristiger Kooperationsentwicklung

- Ziel 4.2 Stärkung einer integrativen Aktions- und Maßnahmenplanung, sowie Aufbau eines Monitoring-Systems (BRIM)

- Ziel 4.3 Grenzüberschreitendes Management und Strukturentwicklung fördern

 

Bei diesem von Lisa Wolf und Daniel Zollner (E.C.O. Klagenfurt) moderierten Workshop haben etwa 30 regionale Akteure ausführlich zum Thema des ersten Handlungsfelds "Ökologie - Wasser, Wald und Wiese" diskutiert. In seinem Einführungsvortrag zum Thema „Biosphärenparks als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung“ wies Günter Köck (MAB-Nationalkomitee) u.a. darauf hin, dass das Nationalkomitee ein leistungsfähiges und langfristig finanziell abgesichertes Management vorschreibt. Gerade in Hinblick auf die im September dieses Jahres zu erwartende Zugehörigkeit zum weltweit ersten, fünf Länder umfassenden Biosphärenpark „Mur-Drau-Donau (TBR MDD)“ wäre die rasche Einrichtung eines handlungsfähigen Biosphärenpark-Managements wichtig, um von Beginn an eine grenzüberschreitende internationale Kooperation mit den vier Partnerländern zu ermöglichen.

 

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch ein Pressegespräch und eine vom interimistischen Biosphärenpark-Manager und Europaschutzbeauftragten Andreas Breuss geführte Fachexkursion im Auwald an der Mur.

 

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Bild 1: Workshop nach "open space"-Methode (©: G. Köck)

Bild 2: Fachexkursion im Auwald (©: G. Köck)
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Bild 3: v.l.n.r. Julia Majcan, Franz Fartek, Dietmar Tschiggerl, Bianca Lamprecht, Arno Mohl, Günter Köck und Beatrix Lenz beim Pressegespräch (©: WOCHE Markus Kopcsandi)

Bild 4: Gruppenfoto der Workshop-Teilnehmer*innen (©: Vulkanland)

 

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Am 9. April 2021 hat im Kärntner Teil des Biosphärenparks „Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge“ das erste Nockberge-Jugendforum stattgefunden. Aufgrund der Covid-Situation musste das Treffen als Online-Veranstaltung durchgeführt werden.

 

An der erfolgreichen Veranstaltung haben 16 junge Menschen aus allen vier Kärntner Biosphärenparkgemeinden (Bad Kleinkirchheim, Krems in Kärnten, Radenthein und Ebene Reichenau) teilgenommen, um über Möglichkeiten zur besseren Einbindung und aktiven Mitarbeit der Jugendlichen bei der Umsetzung des Biosphärenpark-Konzepts zu diskutieren. Weitere Punkte waren die stärkere Vernetzung der jungen Menschen aus der Region und der Austausch und die Entwicklung neuer Ideen so wie eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Biosphärenpark-Management und der Jugend in der Region. Die Jugendlichen zeigten sich über die Einladung des Biosphärenpark-Managements zur Mitarbeit bei der Umsetzung des Biosphärenpark-Konzepts sehr erfreut und wollen sich mit neuen Ideen zur Zukunft des Biosphärenparks einbringen. Das nächste Jugendforum soll bereits im Juli 2021 stattfinden.

Mit dem Start dieses Jugendforums sollen Ideen und Visionen kommender Generationen umfassender in die Entwicklung des Biosphärenparks einbezogen werden. Die junge Menschen sollen erkennen, dass sie ihre Biosphärenpark-Region mitgestalten können, dürfen und sollen. Mit dieser Initiative ist das Nockberge-Management auf einer Linie mit der Intention des UNESCO-MAB-Programms, junge Menschen stärker in die Arbeit und Umsetzung des Biosphärenparks miteinzubeziehen.

 

Anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums (MAB-50) des internationalen MAB-Programms rückt dieses Anliegen im heurigen Jahr noch stärker in den Fokus! Dies zeigt sich auch dadurch, dass die UNESCO neben der weltberühmten Primatenforscherin Jane Goodall als MAB-50-Patronin noch sechs junge Menschen als Sprecher*innen der einzelnen MAB-Regionen ausgewählt hat.

 

https://en.unesco.org/mab/50years/spokespeople

 

Dem Nockberge-Management ist seit Jahren ein Anliegen, den jungen Menschen der Region die Inhalte des Biosphärenparkkonzepts zu vermitteln und sie für die Mitarbeit an den Entwicklungsprozessen des Biosphärenparks zu interessieren. Sie sollen darin bestärken werden, selber aktiv zur nachhaltigen Entwicklung „ihres“ Biosphärenparks und damit auch des Weltbiosphärenparknetzwerks des MAB-Programms beizutragen. So etwa haben Jugendliche aus den Nockbergen an den internationalen MAB-Jugendforen im italienischen Biosphärenpark Po-Delta (2017) und im deutschen Biosphärenpark Rhön (2019) teilgenommen.

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Nockberge Jugendforum April 2021 (Foto: H. Mayer)

 

 

 

 

Vor wenigen Tagen ist der Endbericht des vom Österreichischen MAB-Nationalkomitee finanzierten internationalen österreichische-peruanischen Kooperationsprojekts Lessons Learned for the Management Policy of the Biosphere Reserve“Oxapampa-Asháninka-Yanesha” (Peru) based upon the inhabitants’ local knowledge and available globalscientific knowledge (AGROBIO-K_NOW) als digitales Buch erschienen. Das Werk wurde aus Respekt gegenüber der Sprache des primären Auditoriums (Lateinamerika und natürlich Peru; bzw. der Menschen im Biosphärenpark BIOAY) in spanischer Sprache publiziert und enthält zusätzlich Zusammenfassungen in deutscher und englischer Sprache (siehe unten).

Ziel des von Christian. R. Vogl und Gabriela Albarracín-Llúncor (BOKU Wien) geleiteten Projektes war, die Rolle der Agrarbiodiversität, Möglichkeiten zur ihrer Erhaltung und mit der Agrarbiodiversität verknüpftes Erfahrungswissen von Kleinbauern und -bäuerinnen im peruanischen Biosphärenpark besser zu verstehen und aufzuwerten. Damit soll ein Beitrag zur Erhaltung der Agrarbiodiversität geleistet werden, um so die Lebensbedingungen der ländlichen Gemeinden zu verbessern. Im Zuge der Arbeit zeigte sich, dass Erfahrungen der lokalen Akteure, aber auch Erkenntnisse zurückliegender Forschung in der Region nicht nur zum Thema Agrarbiodiversität, sondern über weitere wesentliche Themen kaum verfügbar waren. Es war daher ein Anliegen der Verwaltung des Biosphärenparks BIOAY, das Wissen über den Biosphärenpark mit Hilfe des Projektes sichtbarer zu machen.

Das 542 Seiten umfassende und mit vielen Fotos ausgestattete Buch (siehe Cover-Fotos) vereint nun die breite Expertise von 55 AutorInnen und ist ein beispielhaft inter- und transdisziplinärer Beitrag zum 10jährigen Jubiläums der Gründung des peruanischen Biosphärenparks “Oxapampa-Asháninka-Yanesha (BIOAY)”. Ein für Österreich besonderer Bezugspunkt zum BIOAY-Biosphärenpark besteht durch die in der Region liegende Stadt Pozuzo, die im 19. Jahrhundert von österreichischen und deutschen Auswanderern gegründet wurde und in der die deutsche Sprache und die österreichische Kultur immer noch präsent sind.

Das Buch kann mit folgendem Link heruntergeladen werden: https://doi.org/10.1553/BIOAYMAB

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ZUSAMMENFASSUNG

Zehn Jahre Biosphärenreservat Oxapampa - Asháninka - Yánesha BIOAY: Zeugnisse, Überlegungen und Erfolge sammelt Material anlässlich der Feier der zehn Jahr zurückliegenden Anerkennung des Biosphärenreservats durch die UNESCO. Das Buch ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts «Lehren aus der Managementpolitik des Biosphärenreservats Oxapampa - Asháninka - Yánesha in Peru, basierend auf dem lokalen Wissen der EinwohnerInnen und den verfügbaren globalen wissenschaftlichen Erkenntnissen». Das Projekt wurde vom UNESCO-Nationalkomitees MAB-Österreich und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) finanziert.

Das Buch besteht aus sechs Abschnitten, in denen 55 AutorInnen und Co- AutorInnen, die mit dem Biosphärenreservat in Verbindung stehen, Beiträge liefern.

Der erste Abschnitt «Hintergrund» führt durch die Schritte vor der Schaffung des Biosphärenreservats und beschreibt die Abfolge von Ereignissen, die zur Anerkennung des Biosphärenreservats führten. Es ist dies ein Rückblick auf die ersten Bemühungen der lokalen Akteure bei der Formulierung des Antrages an die UNESCO, und auf die Meilensteine, die gemeinsam gemeistert werden mussten. Die Texte zeigen die Herausforderungen und Erfolge bei der Umsetzung eines partizipativen Managementmodells zur Errichtung der BIOAY.

Der zweite Abschnitt «Mechanismen für Management & Governance» befasst sich mit einer Reihe von Instrumenten und Mechanismen, die in den vergangenen zehn Jahren entwickelt wurden, um die Erfüllung der Funktionen als Biosphärenreservat und der Erreichung der Ziele einer nachhaltigen Entwicklung sicherzustellen.

Der dritte Abschnitt «Forschung» enthält Aufsätze zu Doktor- und Masterarbeiten, die in der Region umgesetzt wurden, um die Forschungsergebnisse für die lokale Bevölkerung und die Verwaltung des Biosphärenreservats sichtbar und zugänglich zu machen. Dieser Abschnitt behandelt unter anderem Themen zu nachhaltigen Agrarsystemen, Ökotourismus und Ernährungssouveränität.

Im vierten Abschnitt «Naturschutz & Nachhaltigkeit» werden lokale Initiativen vorgestellt, die sich mit Landnutzung, der Nachhaltigkeitsagenda oder der Erhaltung der Umwelt durch Bildungsmaßnahmen und Forschung beschäftigen.

Der fünfte Abschnitt «Zeugnisse und Erfahrungen» zeigt Erfahrungen mit Arbeitsmethoden, Initiativen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und Initiativen zum Ressourcenmanagement. Es kommen dabei lokale UnternehmerInnen und Bewohnern zur Sprache. Die Zeugnisse und Erfahrungen lassen Diskurse über die Möglichkeiten, die die Anerkennung als Biosphärenreservat der Bevölkerung bietet, erkennen.

Der sechste Abschnitt «Geschichten und Gedichte» enthält Texte in den Sprachen Pozuzo Tirolerisch, Quechua, Asháninka und Yánesha. Es sind dies authentische Ausdrucksformen der langjährigen Bewohner der Region, die ihre Kultur durch speziell für die Veröffentlichung verfasste Texte teilen möchten.

Zusätzlich sind zwischen den Abschnitten «Stimmen aus dem Biosphärenreservat» zu finden. Es handelt sich um Stellungnahmen, die auf sieben Themen basieren: die Praxis der Wildsammlung, die Beteiligung an Entscheidungen über das Management, das Verständnis des Konzepts des Biosphärenreservats, der biologischen Vielfalt und seiner Nutzungsformen sowie der marinen Artenvielfalt, und Erfahrungen in der Umweltbildung. Durch diese Stimmen wollen wir zeigen, wie Menschen sich in der Region fühlen und wie sie das Biosphärenreservat wahrnehmen.

„Dies ist eine Veröffentlichung für das 10-Jahresjubiläum der BIOAY. Die Texte dokumentieren das Erbe, das in diesem Bereich angetreten wurde. Sie sind ein Beitrag zur weiteren Verbesserung des Managements sowie der Entwicklung der BIOAY“(Benjamin Kroll; ehemaliger Direktor des Programms “Selva Central” von “Pronaturaleza”; editierte deutsche Fassung des Zitates).

SINOPSIS

Diez años de la reserva de biosfera Oxapampa – Asháninka – Yánesha (BIOAY): testimonios, reflexiones y logros, reúne material con motivo del décimo aniversario de reconocimiento internacional de esta reserva por la Unesco, a través del Consejo Internacional de Coordinación del Programa sobre el Hombre y la Biósfera (MAB-Unesco). El libro es un resultado del proyecto de investigación «Lecciones aprendidas para la política de gestión de la reserva de la biosfera Oxapampa – Asháninka – Yánesha (Perú), basada en el conocimiento local de los habitantes y el conocimiento científico global disponible». El proyecto se llevó a cabo gracias al financiamiento del Comité Nacional MAB-AUSTRIA de la UNESCO y a la Academia de Ciencias de Austria (ÖAW).

El libro consta de seis secciones y agrupa a 55 autores y coautores relacionados con la reserva de biosfera.

La primera sección, «Antecedentes», hace un recorrido por los pasos previos a la creación de la reserva de biosfera y esboza una secuencia de eventos para establecer las bases del establecimiento de la BIOAY. Es una mirada retrospectiva a los primeros esfuerzos de los actores locales en la formulación de la propuesta, los hitos que se tuvieron que superar conjuntamente, y, más tarde —una vez obtenido el reconocimiento—, los retos para la implementación del modelo participativo de gestión.

La segunda sección, «Mecanismos de gestión y gobernanza», aborda una serie de herramientas y mecanismos desarrollados para asegurar el cumplimiento de las funciones como reserva de biosfera y los objetivos de desarrollo sostenible.

La tercera sección, «Trabajos de investigación», reúne ensayos sobre tesis de doctorado y maestrías que se desarrollaron en la región, para visibilizar y hacer asequibles los resultados de investigaciones a la población local y a la gestión de la reserva de biosfera. Esta sección abarca temas sobre sistemas sostenibles agrícolas, ecoturismo, soberanía alimentaria, entre otros.

La cuarta sección, «Conservación y sostenibilidad», presenta iniciativas locales relacionadas con estos dos grandes temas. Esta sección incluye propuestas para la gestión del paisaje, mecanismos para establecer una agenda de sostenibilidad, así como iniciativas para la conservación a través de la educación y la investigación.

La quinta sección, «Testimonios y experiencias», comprende metodologías de trabajo, iniciativas para la conservación y uso sostenible de los recursos y para la gestión de recursos, testimonios sobre emprendimientos locales, así como declaraciones de pobladores. Los testimonios y experiencias presentan discursos sobre las oportunidades que el reconocimiento como reserva de biosfera ofrece a sus habitantes.

La sexta sección, «Cuentos y poemas», presenta textos en lengua pozucino-tirolesa, quechua, asháninka y yánesha. Recogemos así formas de expresión de las personas originarias de la reserva que desean compartir su cultura a través de textos especialmente escritos para la publicación.

Además, incluimos entre secciones «Voces de la reserva de biosfera», un tipo de declaración u opinión organizada con base en siete temas: la práctica de recolección silvestre, la participación en la toma de decisiones sobre la gestión, la forma de entender el concepto de reserva de biosfera, la biodiversidad y sus formas de uso, así como la biodiversidad marina y experiencias de educación ambiental. A través de estas voces queremos escuchar cómo el poblador siente y se relaciona con la reserva de biosfera.

«Una publicación por los 10 años de la BIOAY para testimoniar y documentar el legado que se está generando en este espacio y, asimismo, identificar las lecciones aprendidas sobre este interesante proceso, como insumo para seguir mejorando en la gestión y desarrollo de la BIOAY» (Benjamín Kroll, exdirector del Programa Selva Central de ProNaturaleza).

SUMMARY

Ten years of the Oxapampa - Asháninka - Yánesha BIOAY biosphere reserve: testimonies, reflections and achievements is a compilation of material to mark the tenth anniversary of the approval of the biosphere reserve by UNESCO. This book is the outcome of the research project «Lessons learned for the management policy of the Oxapampa - Asháninka - Yánesha (Peru) biosphere reserve, based on the local knowledge of the inhabitants and the available global scientific knowledge». The project was carried out thanks to the UNESCO National Committee MAB-AUSTRIA and the Austrian Academy of Sciences (ÖAW).

The book comprises six sections of material written by 55 authors and co-authors related to the biosphere reserve.

The first section «Background» takes readers through the steps prior to the creation of the biosphere reserve and outlines the sequence of events that led to the reserve’s creation. It is a retrospective look at the initial efforts of local actors at formulating the proposal, the milestones that had to be overcome jointly, and subsequently, once approval was obtained, the challenges of implementing a participatory management.

The second section «Management and governance mechanisms» addresses the series of tools and mechanisms developed to ensure fulfilment of its functions as a biosphere reserve and the objectives of sustainable development.

The third section «Research Papers» features essays about the doctoral and master theses that were developed in the region to make research results accessible and visible to the local population and to the biosphere management. It covers topics such as sustainable agricultural systems, ecotourism and food sovereignty.

The fourth section «Conservation and sustainability» presents local initiatives related to these two major themes. It includes proposals for landscape management, mechanisms for setting a sustainability agenda, and conservation initiatives through education and research.

The fifth section «Testimonies and experiences» reveals experiences of work methodologies, initiatives for the conservation and sustainable use of resources, actions for resource management, reports on local enterprises, and accounts from representative residents. These testimonies and experiences include discourses on the opportunities that recognition as a biosphere reserve offers to the area’s inhabitants.

The sixth section «Stories and poems» presents texts in the Tyrolean Pozuzino, Quechua, Asháninka and Yánesha languages. This is a collection of forms of expression from people living in the reserve who wish to share their culture through texts specially written for publication.

In addition, between the sections are “Voices from the Biosphere Reserve”. These are statements or opinions centred on seven themes: the practice of wild collection, participation in decision-making on management, understanding the concept of biosphere reserve, biodiversity and its forms of use, as well as marine biodiversity and environmental education experiences. Through these voices the aim is to hear people’s thoughts about the biosphere reserve.

“A publication to mark 10 years of BIOAY and bear witness to and document the legacy being created in this region, as well as identify the lessons learned from this interesting process as input for continuously improving the area’s management and development” (Benjamin Kroll; Former Director of the Program “Selva Central” of “Pronaturaleza”; Edited version of the statement.)